Umrüstung von R 22- Anlagen ab sofort möglich
Das Auslaufen von R22 als Kältemittel geht auf die EG-Verordnung 2037/2000 zurück, die Anfang 2001 in Kraft getreten ist. Bereits seit mehr als sechs Jahren steht somit fest, dass der LEH auf andere, nicht ozonschädliche Kältemittel umrüsten muss. Diese Zeitspanne macht deutlich, dass sich ein Wechsel nicht von einem auf den anderen Tag bewältigen lässt, sondern aufgrund des Aufwands für den Einzelhandel Zeit benötigt. Noch heute werden nach Schätzungen rund 25% der Kälteanlagen mit R22 betrieben. Die Zeit drängt, zumal nach Angaben des Kältemittelherstellers DuPont, die Neuproduktion dieses Kältemittels nicht erst mit dem Stichtag Anfang 2010 eingestellt wird, sondern bereits im Laufe des Jahres 2009. Somit ist mit einer zunehmenden Verknappung von R22 und in diesem Zuge mit einem Preisanstieg für dieses Kältemittel zu rechnen. Ab dem 1. Januar 2010 darf für bestehende Anlagen nur noch recyceltes R22 verwendet werden, und das ist knapp.
Verschiedene Lösungen sind möglich. Wir rüsten bestehende R22-Anlagen auf R422D um – ein Kältemittel von DuPont, das fortschrittliche Werte in puncto Qualität bietet. Dank kurzer Umrüstungsdauer muss der Betrieb nicht unterbrochen werden.
R22 kommt bei den Gemüsekühlanlagen derzeit noch branchenweit und umfassend zum Einsatz. Doch das Aus steht unmittelbar bevor: Als teilhalogenierter Fluorchlorkohlenwasserstoff (H-FCKW) ist dieses Kältemittel ozonschädigend und wird nach aktueller EG-Verordnung ab 2010 als Neuware verboten sein.
Ausweg aus der Kostenfalle
Des Weiteren besteht bei R22 auch das Risiko, dass aufgrund mangelnder Verfügbarkeit und längerer Lieferfristen im Schadensfall mit Ausfällen und Stilständen von kältetechnischen Anlagen zu rechnen ist. Brenzlig wird es in einem Havariefall, wenn die gesamte Füllmenge wieder vollständig neu ersetzt werden muss, um den sicheren Weiterbetrieb der Kälteanlage gewährleisten zu können. Die drohende Kostenfalle lässt sich durch den rechtzeitigen Austausch des Kältemittels, der bei bestehenden Anlagen einfach und schnell möglich ist, umgehen. Die Lösung ist das Kältemittel R422D, das DuPont unter der Marke ISCEON M029 herstellt. Dieses leicht handhabbare H-FKW-Kältemittel besitzt kein Ozonabbaupotenzial und ist für ein einfaches, schnelles und kosteneffizientes Umrüsten von R22-Kälteanlagen geeignet.
Geringer Umrüstungsaufwand
Eine Umrüstung geht relativ schnell und erfordert keine Räumung des betreffenden Raumes: Die Anlage kann innerhalb von einem Tag auf das Kältemittel ISCEON M029 (R422D) umgestellt werden. Hervorzuheben ist dabei, dass die Umrüstung während des laufenden Geschäftsbetriebs durchgeführt werden kann: So ist für den Betreiber kein zusätzlicher organisatorischer Aufwand wie etwa für die Zwischenlagerung der Waren notwendig.. Auch technische Änderungen an der Anlage wie der Austausch der Expansionsventile oder der Wechsel des eingesetzten Öltyps sind in der Regel bei einem R22-Austausch nicht erforderlich, da dieses H-FKW-Kältemittel mit den verwendeten Schmiermitteln verträglich ist.
Der typische Ablauf einer Umrüstung, die während eines Tages erfolgen kann, ist wie folgt:
- Kühlstellen werden zwangsgekühlt (Kältepuffer)
- Absaugung des alten Kältemittels
- Prüfung der Dichtungen
- Wechsel der Magnetventildichtungen
- Wechsel der Filtertrockner
- Evakuierung der Anlage
- Befüllen der Anlage mit R422D, Prüfen des Ölstands
Die Dauer für die Umstellung des Kältekreislaufs (sowohl bei Normal- als auch bei Tiefkühlung) auf den Betrieb mit R422D beträgt in der Regel rund fünf Stunden. Am Folgetag findet eine Nachkontrolle statt. Der Austausch der Magnetventildichtungen und der Filtertrockner erfolgt während der Umstellung. Ansonsten gibt es keine weiteren baulichen Veränderungen. Ein großer Vorteil etwa gegenüber dem Kältemittel R404A, das ebenfalls als Alternative zu R22 eingesetzt werden kann: Bei R404A müssen im Falle einer Umrüstung alle Expansionsventile gewechselt werden. Ebenso sind ein Austausch des Maschinenöls und ein mehrfacher Wechsel der Filtertrockner notwendig. Ferner ist eine Nachberechnung des Verflüssigers und der Rohrleitungen erforderlich – in ungünstigen Fällen müssen diese Teile sogar ersetzt werden. Bei dem Kältemittel R422D entfällt dieser Aufwand. Des Weiteren punktet R422D gegenüber R404A mit einem niedrigeren Global Warming Potential (GWP), dieser liegt bei 2230 – gegenüber 3260 bei R404A. R422D ist somit auch klimaschonender.
Keine Leistungseinbußen
Das Ersatzkältemittel R422D hat ähnliche kältetechnische Eigenschaften wie R22, so dass ein Austausch ohne Leistungseinbußen vonstattengeht. Sogar im Gegenteil: Im Trend sinkt der Stromverbrauch für die Verdichter. Dies bestätigen Untersuchungen bei verschiedenen, umgerüsteten Anlagen. Angesichts der immer weiter steigenden Energiepreise ist eine Energieeinsparung kein zu unterschätzender Faktor. Zudem sind die Druckgastemperaturen um rund 15K geringer, so dass die Verdichter einer niedrigeren thermischen Belastung ausgesetzt sind.
“Der frühzeitige Wechsel zu R422D lohnt sich, denn es wird nicht möglich sein, all diese Anlagen im letzten Moment umzurüsten.”
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